
Wiesbaden, 10. Februar 2026 (JPD) – Die Preise für Immobilien in Deutschland sind 2025 erneut gestiegen und haben die Erholung des Marktes nach der Zinswende fortgesetzt. Nach Angaben des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) erhöhte sich der vdp-Immobilienpreisindex im Jahresvergleich um 4,0 Prozent auf 185,6 Punkte. In allen vier Quartalen wurden Zuwächse verzeichnet, zuletzt 1,0 Prozent vom dritten zum vierten Quartal. Die Entwicklung wurde erneut stärker von Wohnimmobilien als von Gewerbeobjekten getragen.
Wohnimmobilienpreise steigen deutlicher als Gewerbeobjekte
Die Preise für Wohnimmobilien legten im Jahresvergleich um 4,2 Prozent zu. Insbesondere Mehrfamilienhäuser verteuerten sich um 5,3 Prozent, während Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen moderat um 3,0 Prozent zulegten. Die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern stiegen um 3,5 Prozent, womit die Renditen nach vdp-Liegenschaftszinssatzindex um 1,7 Prozent zurückgingen. vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt betonte, dass staatliche Bürgschaften zur Finanzierung des Neubaus den Wohnungsmarkt stabilisieren könnten. Die Entwicklung der Gewerbeimmobilienpreise war weniger einheitlich: Büroimmobilien stiegen um 3,9 Prozent, Einzelhandelsimmobilien um 2,3 Prozent.
In den Top-7-Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart lagen die Preisanstiege bei Wohnimmobilien im Schnitt bei 4,7 Prozent. Frankfurt am Main verzeichnete mit 5,7 Prozent die stärkste Zunahme, Stuttgart mit 2,2 Prozent die geringste. Die Neuvertragsmieten wuchsen dort durchschnittlich um 3,5 Prozent, während die Renditen in den Ballungsräumen um 1,4 Prozent sanken.
Tolckmitt warnte vor Unsicherheiten im Gewerbemarkt, die durch wirtschaftliche Entwicklungen und geopolitische Faktoren beeinflusst würden. Er forderte zugleich Impulse für den Wohnungsbau, darunter den Abbau von Baunormen, den „Bau-Turbo“ der Bundesregierung sowie eine Senkung der Kaufnebenkosten zur Förderung von Wohneigentum.
Der vdp-Immobilienpreisindex basiert auf tatsächlichen Transaktionsdaten von mehr als 700 Kreditinstituten und wird quartalsweise von vdpResearch erhoben. Er erfasst flächendeckend die Preisentwicklung für Wohn-, Büro- und Einzelhandelsimmobilien in Deutschland und ist Bestandteil der Immobilienpreisbeobachtung der Deutschen Bundesbank.





