Augsburg, 11. Februar 2026 (JPD) – Die Zukunft des traditionsreichen Thalia-Kinos in Augsburg ist gesichert. Im Insolvenzverfahren der ARB Kino GmbH ist eine Übernahmevereinbarung mit den Betreibern des Augsburger LILIOM-Kinos zustande gekommen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Christian Plail von SGP Schneider Geiwitz Restrukturierung übernehmen Daniela Bergauer und Michael Hehl mit ihrer Gesellschaft Bergauer & Hehl KG den Kinobetrieb sowie die Gastronomieflächen im Gebäude am Obstmarkt. Der Gläubigerausschuss stimmte der Lösung zu, der Übergang ist zum 1. März 2026 vorgesehen.
Mit dem Kaufvertrag wird der Fortbestand des Kulturstandorts rechtlich und wirtschaftlich abgesichert. Zugleich bleibt die Beschäftigung der Belegschaft erhalten. Sämtliche Arbeitsplätze der betroffenen Betriebsteile gehen auf den neuen Eigentümer über. Der Geschäftsbetrieb soll während der Übergangsphase ohne Einschränkungen fortgeführt werden.
Insolvenzlösung sichert Betrieb und Arbeitsplätze
Die Übernahme ist Teil der Sanierung der ARB Kino GmbH im eröffneten Insolvenzverfahren. Ziel war es, den Kinostandort nicht nur kurzfristig fortzuführen, sondern dauerhaft tragfähig aufzustellen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters wurde mit regional erfahrenen Kinobetreibern ein Modell gefunden, das den laufenden Betrieb stabilisiert und zugleich die wirtschaftliche Basis des Hauses stärkt.
Neben dem Kinobetrieb umfasst die Transaktion auch die gastronomischen Flächen im Gebäude. Diese sollen künftig unterverpachtet werden. Für Besucherinnen und Besucher bedeutet dies, dass Kino und Gastronomie ohne Unterbrechung weiterlaufen. Die neuen Betreiber planen, das bestehende Programmniveau fortzuführen und das Thalia als Programmkino im Zentrum Augsburgs weiterzuentwickeln.
Thalia-Kino bleibt kultureller Ankerpunkt in Augsburg
Das Thalia zählt zu den ältesten stationären Lichtspielhäusern Bayerns. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1907 zurück, als der frühere Konzertsaal des „Café National“ zum „Thalia-Theater mit Kinematograph“ umgebaut wurde. Seitdem hat das Haus den Wandel von Stummfilm, Tonfilm und moderner Digitalprojektion mitvollzogen und ist fest in der Augsburger Stadtgesellschaft verankert.
Mit der Übernahme durch die LILIOM-Betreiber wird die mehr als hundertjährige Tradition fortgeführt. Die neuen Eigentümer bringen Erfahrung im Bereich des Programmkinos mit und sollen dazu beitragen, den Standort wirtschaftlich zu stabilisieren und zugleich als Treffpunkt für Filmkultur zu erhalten. Damit endet das Insolvenzverfahren für das Thalia mit einer Fortführungslösung statt einer Stilllegung.






