
Wiesbaden, 30. Januar 2026 (JPD) – Die Importpreise in Deutschland sind zum Jahresende 2025 deutlich gefallen, während die Exportpreise weitgehend stagnierten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, lagen die Einfuhrpreise im Dezember 2025 um 2,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit verzeichnete der Importpreisindex den stärksten Rückgang seit März 2024. Gegenüber November 2025 sanken die Importpreise leicht um 0,1 Prozent.
Die Ausfuhrpreise blieben im selben Zeitraum stabil. Im Vergleich zu Dezember 2024 ergab sich keine Veränderung, nachdem im November noch ein Plus von 0,3 Prozent gemessen worden war. Gegenüber dem Vormonat gaben die Exportpreise ebenfalls um 0,1 Prozent nach. Insgesamt zeigt sich damit zum Jahresende eine Entlastung auf der Importseite bei gleichzeitig verhaltener Preisentwicklung im Exportgeschäft.
Energiepreise treiben Rückgang der Importpreise
Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung der Importpreise hatte erneut der Energiesektor. Die Preise für importierte Energie lagen im Dezember 2025 um 20,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats und fielen gegenüber November um 4,6 Prozent. Besonders deutlich verbilligten sich Erdgas, rohes Erdöl und Steinkohle, die jeweils mehr als 20 Prozent günstiger waren als ein Jahr zuvor. Auch elektrischer Strom und Mineralölerzeugnisse wurden im Vorjahresvergleich zweistellig billiger.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lagen die Importpreise im Dezember 2025 nur 0,3 Prozent unter dem Stand von Dezember 2024 und stiegen gegenüber November um 0,3 Prozent. Werden lediglich Erdöl und Mineralölerzeugnisse ausgeklammert, ergab sich ein Minus von 1,4 Prozent zum Vorjahr bei einem leichten Plus gegenüber dem Vormonat. Die Daten zeigen, dass der Rückgang der Importpreise nahezu vollständig auf die Entwicklung der Energieträger zurückzuführen ist.
Landwirtschaftliche Güter und Konsumwaren überwiegend günstiger
Auch bei vielen importierten landwirtschaftlichen Gütern setzte sich der Preisrückgang fort. Sie waren im Dezember 2025 insgesamt 2,8 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Besonders stark sanken die Preise unter anderem für Rohkakao, lebende Schweine und Getreide. Teurer als im Vorjahresmonat waren hingegen unter anderem Geflügel, Eier und Rohkaffee, wobei sich Kaffee gegenüber November wieder verbilligte.
Importierte Konsumgüter lagen im Dezember 2025 preislich 1,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Sowohl Gebrauchs- als auch Verbrauchsgüter waren günstiger als im Dezember 2024. Niedrigere Preise zeigten sich etwa bei Zucker, Olivenöl, Schweinefleisch sowie Milch und Milcherzeugnissen. Insgesamt mussten für Nahrungsmittel allerdings 0,8 Prozent mehr gezahlt werden als ein Jahr zuvor, trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vormonat. Die Preise für Investitionsgüter sanken im Jahresvergleich um 0,5 Prozent, während Vorleistungsgüter als einzige Gruppe teurer waren als im Dezember 2024.
Jahresdurchschnitt: Importpreise sinken, Exportpreise steigen
Im Jahresdurchschnitt 2025 lagen die Importpreise um 0,3 Prozent unter dem Niveau von 2024. Maßgeblich dafür waren erneut die Energiepreise, die im Mittel um 9,4 Prozent nachgaben. Besonders Steinkohle, rohes Erdöl und Mineralölerzeugnisse wurden deutlich günstiger eingeführt. Ohne Energie lagen die Importpreise im Jahresvergleich hingegen um 0,7 Prozent höher.
Die Exportpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2025 dagegen um 1,0 Prozent. Haupttreiber waren höhere Preise für ausgeführte Konsumgüter, die sich um 1,6 Prozent verteuerten, darunter insbesondere Nahrungsmittel. Auch landwirtschaftliche Güter, Investitionsgüter und Vorleistungsgüter waren im Mittel teurer als 2024. Preisrückgänge zeigten sich lediglich bei Energieexporten, was vor allem auf gesunkene Mineralölpreise zurückzuführen war.
Im Dezember glichen höhere Preise bei exportierten Vorleistungs- und Investitionsgütern die Rückgänge bei Konsumgütern, Energie und landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus. Vorleistungsgüter lagen preislich 1,0 Prozent über dem Vorjahresniveau, Investitionsgüter 0,3 Prozent. Dagegen waren Konsumgüter, Energie und Agrarprodukte im Export günstiger als im Dezember 2024. Insgesamt blieb der Exportpreisindex damit gegenüber dem Vorjahr unverändert.





