Mehr Ausbildungsverträge in der Pflege: Rekordzahl an Auszubildenden 2025

Wiesbaden, 18. März 2026 (JPD) Die Zahl neuer Ausbildungsverträge in der Pflege ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden rund 64.300 neue Verträge zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann abgeschlossen. Das entspricht einem Anstieg um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt befanden sich zum Jahresende etwa 158.000 Personen in der Pflegeausbildung und damit so viele wie seit Einführung der generalistischen Ausbildung nicht zuvor.

Der Frauenanteil unter den Auszubildenden bleibt weiterhin hoch. Rund 71 Prozent der neuen Verträge entfielen auf Frauen, während Männer einen Anteil von 29 Prozent erreichten. Die Zahl männlicher Auszubildender stieg jedoch mit 15 Prozent stärker als die der Frauen. Seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung im Jahr 2020 hat sich der Männeranteil damit um fünf Prozentpunkte erhöht.

Pflegeausbildung und Pflegestudium entwickeln sich unterschiedlich

Neben der beruflichen Ausbildung gewinnt auch das Pflegestudium an Bedeutung. Im Jahr 2025 nahmen rund 800 Personen ein entsprechendes Studium auf. Insgesamt lag die Zahl der Studierenden zum Jahresende bei etwa 1.800. Auch hier dominieren Frauen mit einem Anteil von 77 Prozent deutlich.

Die generalistische Pflegeausbildung wurde mit dem Pflegeberufereformgesetz eingeführt und fasst mehrere zuvor getrennte Pflegeberufe zusammen. Sie dauert in Vollzeit drei Jahre und erfolgt an Pflegeschulen sowie in praktischen Einrichtungen. Ergänzend besteht seit 2024 ein vergütetes Pflegestudium, das mit einem Bachelorabschluss und der Berufszulassung abschließt.

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