Hartha/Chemnitz, 18. Dezember 2025 (JPD) – Die GSH Sachsen GmbH, ein Spezialist für Zinkdruckgusslösungen, kann die Fertigung vorerst bis Ende Juni 2026 fortsetzen. Die vorläufige Insolvenzverwaltung unter Dr. Dirk Herzig und Geschäftsführer David Thiel konnten nach dem Insolvenzantrag neue Kundenaufträge gewinnen, die die Produktion für mehrere Monate auslasten und die Zahlung der Löhne und Gehälter sichern. Gleichzeitig laufen Gespräche mit potenziellen Investoren, um eine langfristige Fortführung des Unternehmens zu ermöglichen.
Aufträge verschaffen Zeit für Investorensuche
Die finanzielle Schieflage der GSH Sachsen war unter anderem auf unvorhersehbare Umsatzrückgänge in den Branchen der Kunden und die Insolvenz eines wichtigen Geschäftspartners zurückzuführen. Nach dem Insolvenzantrag im Oktober 2025 war der Geschäftsbetrieb zunächst kontrolliert heruntergefahren worden. Dank der neuen Aufträge konnte die Produktion wieder aufgenommen werden, wodurch die rund 25 Mitarbeitenden über das Insolvenzgeld bis Ende Dezember 2025 abgesichert sind und anschließend bis Ende Juni 2026 über die laufenden Aufträge finanziell gedeckt werden.
Herzig und Thiel betonen, dass die Aufträge der Kunden nicht nur kurzfristige Entlastung bringen, sondern auch den Handlungsspielraum für die Suche nach einem Investor erhöhen. „Die Unterstützung unserer Kunden und Partner verschafft uns Luft, um die Arbeitsplätze und die Fortführung des Unternehmens langfristig zu sichern“, so die beiden Verantwortlichen. Eine erste Interessensbekundung eines potenziellen Investors liegt bereits vor, und eine Besichtigung des Werks in Hartha ist in Abstimmung.
Die GSH Sachsen GmbH wurde 1991 gegründet und ist auf Zinkdruckgusslösungen sowie die Montage kompletter Baugruppen spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt am Standort Hartha etwa 25 Mitarbeitende. Mit den neuen Aufträgen und laufenden Investorengesprächen kann das Unternehmen trotz der Insolvenzsituation positiv in die kommenden Monate blicken.





