Inflation in Deutschland sinkt im Februar 2026 auf 1,9 Prozent

Wiesbaden, 11. März 2026 (JPD) Die Inflationsrate in Deutschland hat sich im Februar 2026 leicht abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,9 Prozent. Damit bestätigte die Behörde ihre vorläufigen Berechnungen. Im Januar hatte die Inflationsrate noch bei 2,1 Prozent gelegen, im Dezember 2025 bei 1,8 Prozent.

Nach Angaben von Destatis wirkten insbesondere schwächere Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln dämpfend auf die Gesamtteuerung, während Dienstleistungen weiterhin überdurchschnittlich zur Inflation beitrugen. Gegenüber dem Vormonat Januar erhöhten sich die Verbraucherpreise im Februar um 0,2 Prozent. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für europäische Vergleiche herangezogen wird, lag im Jahresvergleich bei 2,0 Prozent und stieg gegenüber Januar um 0,4 Prozent.

Energiepreise sinken – Dienstleistungen treiben Inflation

Energieprodukte verbilligten sich im Februar 2026 um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders deutlich sanken die Preise für Haushaltsenergie um 3,5 Prozent. Erdgas, Strom und Fernwärme wurden günstiger, was unter anderem auf staatliche Maßnahmen wie reduzierte Übertragungsnetzentgelte und die Abschaffung der Gasspeicherumlage zurückgeführt wird. Kraftstoffe verteuerten sich hingegen leicht um 0,3 Prozent. Auswirkungen der seit Ende Februar eskalierenden Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten spiegeln sich nach Angaben der Statistiker noch nicht im Februar-Ergebnis wider.

Die Preise für Nahrungsmittel lagen im Februar um 1,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats und damit deutlich unter dem Anstieg von 2,1 Prozent im Januar. Teurer wurden vor allem Süßwaren, Fleisch sowie Obst und Gemüse. Deutlich günstiger waren dagegen Speisefette und Speiseöle, insbesondere Butter, sowie Kartoffeln und Molkereiprodukte. Eier verteuerten sich dagegen erneut deutlich.

Überdurchschnittlich entwickelten sich weiterhin die Preise für Dienstleistungen, die im Jahresvergleich um 3,2 Prozent stiegen. Besonders stark verteuerten sich Leistungen sozialer Einrichtungen sowie die kombinierte Personenbeförderung, unter anderem infolge der Preiserhöhung beim Deutschlandticket zu Jahresbeginn. Auch Wartung und Reparatur von Fahrzeugen, Gesundheitsversicherungen sowie Gaststättenpreise legten spürbar zu. Die Nettokaltmieten stiegen um 2,1 Prozent.

Die sogenannte Kerninflation – also ohne Nahrungsmittel und Energie – lag wie im Januar bei 2,5 Prozent. Insgesamt verteuerten sich Waren im Jahresvergleich um 0,8 Prozent. Binnen Monatsfrist stiegen vor allem Verwaltungsgebühren sowie saisonbedingt die Preise für Pauschalreisen.

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