
Wiesbaden, 16. Januar 2026 (JPD) – Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahr 2025 im Jahresdurchschnitt um 2,2 Prozent gegenüber 2024 erhöht. Damit blieb die Inflationsrate auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Nach den starken Preissteigerungen der Jahre 2022 und 2023 setzte sich damit eine Phase der Stabilisierung fort, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Im Dezember 2025 schwächte sich der Preisauftrieb weiter ab: Der Verbraucherpreisindex (VPI) lag um 1,8 Prozent über dem Vorjahresmonat und fiel erstmals im Jahr 2025 unter die Zwei-Prozent-Marke.
Auch im Monatsvergleich zeigte sich kaum Bewegung. Gegenüber November 2025 blieb der VPI unverändert. Dämpfend wirkten insbesondere sinkende Energiepreise, während Dienstleistungen weiterhin überdurchschnittlich teurer wurden.
Dienstleistungen treiben Inflation – Energie wirkt dämpfend
Ohne Nahrungsmittel und Energie, der sogenannten Kerninflation, lag die Jahresteuerungsrate 2025 bei 2,8 Prozent. Zwar fiel dieser Wert geringer aus als 2024 und 2023, er blieb jedoch über der Gesamtteuerung. Das weist darauf hin, dass die Preisdynamik in vielen Bereichen des täglichen Lebens weiterhin erhöht war.
Besonders deutlich verteuerten sich Dienstleistungen. Sie lagen im Jahresdurchschnitt 2025 um 3,5 Prozent über dem Vorjahr. Spürbare Preissteigerungen verzeichneten unter anderem kombinierte Personenbeförderung, Dienstleistungen sozialer Einrichtungen und Versicherungen. Auch stationäre Gesundheitsleistungen, Wartung und Reparatur von Fahrzeugen, Pauschalreisen sowie Gaststättendienstleistungen wurden teurer. Die Nettokaltmieten stiegen um 2,1 Prozent und damit etwas schwächer als die Gesamtinflation. Telekommunikationsdienstleistungen verbilligten sich dagegen leicht.
Waren verteuerten sich 2025 insgesamt nur um 1,0 Prozent. Innerhalb dieser Gruppe stiegen die Nahrungsmittelpreise um 2,0 Prozent, während Energie im Jahresdurchschnitt um 2,4 Prozent günstiger wurde. Rückgänge bei Haushaltsenergie und Kraftstoffen wirkten damit bremsend auf die Inflationsrate. Ohne Energie hätte die Jahresteuerung 2025 bei 2,6 Prozent gelegen.
Dezember 2025: Inflationsrate sinkt auf 1,8 Prozent
Im Dezember 2025 lag die Inflationsrate mit 1,8 Prozent deutlich unter den Vormonaten Oktober und November, die jeweils bei 2,3 Prozent gelegen hatten. Hauptursache war der stärkere Preisrückgang bei Energie. Gegenüber Dezember 2024 verbilligte sich Energie insgesamt um 1,3 Prozent. Haushaltsenergie kostete 1,7 Prozent weniger, insbesondere leichtes Heizöl und Strom wurden günstiger. Kraftstoffe lagen um 0,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Inflationsrate ohne Energie betrug im Dezember 2,2 Prozent.
Nahrungsmittel verteuerten sich im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8 Prozent und damit unterdurchschnittlich. Deutlich teurer waren weiterhin Süßwaren wie Schokolade sowie Fleisch- und Fleischwaren. Spürbare Preisrückgänge gab es dagegen bei Speisefetten und Speiseölen, vor allem bei Butter und Olivenöl.
Waren insgesamt lagen im Dezember nur 0,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Dienstleistungen blieben dagegen der wichtigste Preistreiber und verteuerten sich erneut um 3,5 Prozent. Neben den Nettokaltmieten zogen insbesondere Preise für Personenbeförderung, soziale Dienstleistungen, Versicherungen und stationäre Gesundheitsleistungen an. Nur wenige Dienstleistungsbereiche, etwa die Telekommunikation, wurden günstiger.
Verbraucherpreise im Monatsvergleich stabil
Gegenüber November 2025 veränderte sich der Verbraucherpreisindex im Dezember nicht. Saisonbedingt stiegen vor allem die Preise für internationale Flugtickets und Pauschalreisen. Nahrungsmittel verbilligten sich leicht, wobei erneut deutliche Rückgänge bei Butter auffielen. Energiepreise gingen gegenüber dem Vormonat insgesamt um 1,1 Prozent zurück, vor allem durch günstigere Kraftstoffe.
Insgesamt zeigen die Daten für 2025 eine weiterhin erhöhte, aber deutlich beruhigte Inflation in Deutschland. Während Energie die Teuerung zunehmend dämpft, bleiben Dienstleistungen und Teile des Konsums zentrale Treiber der Preisentwicklung.