Aalen, 23. Januar 2026 (JPD) – Der Hotelbetrieb der insolventen Scoop Aalen Hotelbetriebs GmbH ist gesichert. Insolvenzverwalter Florian Zistler von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH hat nach einjähriger Fortführung eine Nachfolgelösung erreicht. Im Wege einer übertragenden Sanierung übernimmt die Familie Grimm, Betreiber des PIAZZA Hotels und Restaurants in Dinkelsbühl, den Geschäftsbetrieb sowie sämtliche Beschäftigten des bisherigen 4-Sterne-Hotels MAXX in Aalen.

Seit der Antragstellung im Januar 2025 war der Betrieb mit 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern uneingeschränkt fortgeführt worden. Nach Angaben des Insolvenzverwalters entwickelte sich das Unternehmen während des Verfahrens wirtschaftlich stabil. Mit der nun erzielten Einigung bleiben alle Arbeitsplätze erhalten, auch bestehende Buchungen behalten ihre Gültigkeit.

Die Lösung ist Ergebnis einer abgestimmten Verhandlung zwischen Eigentümergesellschaft, bisherigem Franchisegeber, Erwerbern und Insolvenzverwaltung. Nach Darstellung des Verwalters war die Fortführung nur durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich. Die Beschäftigten hätten den laufenden Betrieb gesichert und zur positiven Buchungslage beigetragen.

Übertragende Sanierung und Markenwechsel zum März 2026

Das Amtsgericht Aalen hatte Florian Zistler am 27. Januar 2025 zunächst zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt und das Verfahren am 1. April 2025 eröffnet. Seither wurde das Hotel MAXX unter insolvenzrechtlicher Aufsicht fortgeführt. Der Betriebsübergang auf die neue Eigentümerfamilie ist zum 1. März 2026 vorgesehen.

Der bisherige Franchisevertrag endet einvernehmlich zum 28. Februar 2026. Künftig wird das Haus unter der Marke PIAZZA am Markt auftreten. Die Familie Grimm betreibt das PIAZZA in Dinkelsbühl bereits seit 2011 und bringt Erfahrungen im Hotel- und Gastronomiebereich ein. Ziel ist es, den Standort wirtschaftlich weiterzuentwickeln und die vorhandenen Strukturen zu stabilisieren.

Neben dem klassischen Hotel- und Tagungsgeschäft soll das Haus stärker in die Region eingebunden werden. Das bestehende Restaurantkonzept der neuen Betreiber wird schrittweise übertragen und an den Standort angepasst. Damit soll das Hotel nicht nur für Übernachtungs- und Konferenzgäste, sondern auch für die lokale Bevölkerung attraktiver werden.

Das Hotel in Aalen verfügt über 133 Zimmer und Suiten, mehrere Tagungsräume sowie einen Fitness- und Wellnessbereich. Mit der Investorenlösung endet die insolvenzbedingte Übergangsphase. Der Betrieb kann nun unter neuer Trägerschaft fortgeführt werden, ohne dass es zu Personalabbau kommt.

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