Höchster Stand seit 2024: Inflation erreicht im März 2,7 Prozent

Wiesbaden, 10. April 2026 (JPD) Die Inflationsrate in Deutschland ist im März 2026 auf 2,7 Prozent gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit Januar 2024 erreicht. Wie das Statistisches Bundesamt mitteilte, bestätigten sich damit die vorläufigen Ergebnisse. Im Februar hatte die Teuerungsrate noch bei 1,9 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 1,1 Prozent.

Energiepreise treiben Inflation deutlich an

Ausschlaggebend für den Anstieg waren vor allem deutlich höhere Energiepreise. Diese lagen im März um 7,2 Prozent über dem Vorjahresniveau, nachdem sie im Februar noch rückläufig gewesen waren. Besonders stark verteuerten sich Kraftstoffe mit einem Plus von 20,0 Prozent sowie leichtes Heizöl mit 44,4 Prozent, maßgeblich infolge der Entwicklungen im Nahen Osten.

Gleichzeitig blieb Haushaltsenergie insgesamt günstiger als ein Jahr zuvor. Strom, Erdgas und Fernwärme verzeichneten weiterhin Preisrückgänge, was unter anderem auf staatliche Entlastungsmaßnahmen zurückgeführt wird. Ohne Energie lag die Inflationsrate bei 2,3 Prozent, die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie bei 2,5 Prozent.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen mit 0,9 Prozent unterdurchschnittlich. Deutliche Aufschläge gab es unter anderem bei Süßwaren, Obst und Fleisch, während Speisefette, Molkereiprodukte und teilweise Öle günstiger wurden. Insgesamt verteuerten sich Waren um 2,3 Prozent, wobei Verbrauchsgüter stärker betroffen waren als Gebrauchsgüter.

Dienstleistungen lagen im März um 3,2 Prozent über dem Vorjahresniveau und entwickelten sich damit weiterhin überdurchschnittlich. Besonders betroffen waren soziale Dienstleistungen und der Personenverkehr, auch infolge gestiegener Ticketpreise. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Energiepreise um 7,7 Prozent und trugen wesentlich zum Anstieg des Verbraucherpreisindex bei.

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