Hammer Raumstylisten unter vorläufiger Insolvenzverwaltung – Filialen geöffnet

Porta Westfalica, 28. Januar 2026 (JPD) – Das Amtsgericht Bielefeld hat am 27. Januar 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Hammer Raumstylisten GmbH angeordnet. Rechtsanwalt Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Ziel der Maßnahmen ist die Stabilisierung des laufenden Geschäftsbetriebs sowie die Prüfung der finanziellen Lage des Unternehmens.

Der operative Betrieb der Fachmarktkette läuft uneingeschränkt weiter. Alle 87 Filialen in Nord-, Ost- und Mitteldeutschland – darunter in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – bleiben während des Insolvenzverfahrens geöffnet. Kundinnen und Kunden können wie gewohnt einkaufen, während Liefer- und Serviceprozesse fortgeführt werden.

Sanierung und Investorenprozess gestartet

Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer und sein Team, darunter die Fachanwälte Christoph Chrobok, Nadja Neuber und Philippe d’Avoine, verschaffen sich derzeit einen Überblick über die Unternehmensstruktur und ergreifen Maßnahmen zur Stabilisierung. Unterstützt werden sie von der Aderhold Unternehmensberatung unter Dr. Kristian Klüppelberg. Parallel laufen erste Verhandlungen mit Gläubigern und potenziellen Investoren, um eine dauerhafte Fortführung des Geschäftsbetriebs sicherzustellen. Ein strukturierter M&A-/Investorenprozess soll in den kommenden Wochen erfolgen.

„Unsere vorrangige Aufgabe ist die Sicherung des laufenden Geschäftsbetriebs und die Schaffung einer verlässlichen Grundlage für die nächsten Schritte. Eine belastbare Fortführungslösung kann nur in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, insbesondere den Hauptgläubigern, erreicht werden“, erklärte Stefan Meyer.

Mitarbeitergehälter gesichert

Die Hammer Raumstylisten GmbH beschäftigt über 1.100 Mitarbeiter. Die Gehälter sind durch das Insolvenzgeld für die kommenden drei Monate abgesichert. Grund für die erneute Antragstellung seien Anlaufverzögerungen in der Warenversorgung nach der Neugründung im Oktober 2025, die insbesondere durch technische Probleme zu Umsatzausfällen und einer Liquiditätskrise geführt hätten. Diese Probleme seien mittlerweile weitgehend behoben.

Seit der Gründung der ersten Hammer Fachmärkte 1976 in Bremerhaven und Lübbecke hat das Unternehmen Handwerk, Beratung und Handel verbunden. 2025 hatte Hammer bereits ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung abgeschlossen und ist seitdem als Fachmarktkette in Nord-, Ost- und Mitteldeutschland aktiv.

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