Erwerbstätigkeit 2025: Beschäftigung sinkt leicht zum Jahresende

Wiesbaden, 18. Februar 2026 (JPD) – Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland ist zum Jahresende 2025 leicht gesunken. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistisches Bundesamt (Destatis) waren im 4. Quartal 2025 rund 46,1 Millionen Menschen erwerbstätig. Saisonbereinigt ging die Beschäftigung gegenüber dem Vorquartal um 25.000 Personen beziehungsweise 0,1 Prozent zurück. Bereits im zweiten und dritten Quartal hatte es saisonbereinigte Rückgänge gegeben.

Ohne Bereinigung um saisonale Effekte stieg die Erwerbstätigenzahl gegenüber dem dritten Quartal 2025 um 132.000 Personen oder 0,3 Prozent. Ein solcher Anstieg ist im vierten Quartal üblich, fiel jedoch deutlich schwächer aus als im Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024. Damals lag das Plus im Schlussquartal bei durchschnittlich 200.000 Personen.

Erwerbstätigkeit unter Vorjahresniveau – Produzierendes Gewerbe mit deutlichem Minus

Im Vergleich zum vierten Quartal 2024 sank die Zahl der Erwerbstätigen um 58.000 Personen oder 0,1 Prozent. Bereits im dritten Quartal 2025 war die Beschäftigung im Vorjahresvergleich erstmals seit dem ersten Quartal 2021 leicht zurückgegangen. Nach dem kräftigen Beschäftigungsaufbau infolge der Corona-Krise mit einem Höchststand im zweiten Quartal 2022 flachte die Dynamik kontinuierlich ab und erreichte 2025 nahezu eine Stagnation.

Innerhalb der Wirtschaftsbereiche entwickelten sich die Dienstleistungsbranchen uneinheitlich. Insgesamt nahm die Erwerbstätigkeit in den Dienstleistungsbereichen gegenüber dem Vorjahresquartal um 122.000 Personen oder 0,3 Prozent zu. Maßgeblich war der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit mit einem Zuwachs von 212.000 Personen. Dagegen gingen im Bereich Information und Kommunikation sowie bei Unternehmensdienstleistern, einschließlich der Arbeitskräfteüberlassung, Stellen verloren.

Außerhalb der Dienstleistungen setzte sich der Abwärtstrend fort. Im Produzierenden Gewerbe ohne Bau sank die Beschäftigung um 160.000 Personen oder 2,0 Prozent. Auch im Baugewerbe verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen um 20.000 Personen. In der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei blieb sie unverändert.

Die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sank im Vorjahresvergleich um 31.000 auf 42,5 Millionen. Auch die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger verringerte sich um 27.000 auf 3,7 Millionen. Nach Angaben des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stiegen jedoch die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person um 0,7 Prozent. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen erhöhte sich dadurch um 0,5 Prozent auf 15,5 Milliarden Stunden.

Im europäischen Vergleich legte die Erwerbstätigkeit nach Angaben von Eurostat im vierten Quartal 2025 zu. In der Europäischen Union stieg sie um 0,7 Prozent, im Euroraum um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Im Zuge der turnusmäßigen Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen wurden die Ergebnisse ab dem ersten Quartal 2025 überprüft. Die bereits veröffentlichten Vorjahresveränderungsraten sowie das Jahresergebnis 2025 von 46,0 Millionen Erwerbstätigen blieben unverändert.

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