Duisburg, 12. Januar 2026 (JPD) – Die International Chemical Investors Group (ICIG) übernimmt die Geschäftsaktivitäten der Venator Germany GmbH am Standort Duisburg. Die Übernahme ist Teil des laufenden Sanierungsverfahrens und steht noch unter dem Vorbehalt einer kartellrechtlichen Genehmigung. Sämtliche rund 350 Mitarbeiter sollen übernommen werden, wodurch der Standort langfristig gesichert bleibt.

Chemie-Standort Duisburg bleibt erhalten

Die Vereinbarung mit ICIG wurde nach intensiven Verhandlungen geschlossen. Die vorläufige Insolvenzverwalterin Sarah Wolf von der Kanzlei Anchor betonte, dass die schnelle Einigung Planungssicherheit für die Beschäftigten, Dienstleister und Partner der Region ermögliche. Die formelle Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist für den 1. Februar 2026 vorgesehen. Die kontinuierliche Fortführung der Produktion seit dem Insolvenzantrag im September 2025 trug wesentlich dazu bei, dass Lieferfähigkeit und Kundenvertrauen gewahrt blieben.

ICIG verfolgt am Standort Duisburg eine strategische Entwicklungsplanung. Neben der Stabilisierung der bestehenden Produktionsstrukturen ist auch ein Ausbau der Aktivitäten vorgesehen, unter anderem für die traditionsreichen Marken SACHTOLITH® und BLANC FIXETM. „Wir sehen großes Potenzial für den Standort und möchten die Produktion nachhaltig weiterentwickeln“, erklärte Christoph Sprenger, CEO der ICIG. Das Unternehmen stellt funktionelle Additive und Nano-Fine-Produkte für die Kunststoff-, Farben- und Kosmetikindustrie her und blickt auf eine Unternehmensgeschichte bis ins Jahr 1878 zurück.

Die Kanzlei Anchor unterstützt die Transaktion mit rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Expertise. Anchor ist auf Insolvenz- und Sanierungsverfahren spezialisiert und begleitet Unternehmen sowohl innerhalb als auch außerhalb von Insolvenzverfahren, unter anderem als Insolvenzverwalter, Sachwalter oder Sanierungsgeschäftsführer.

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