
Fischach, 8. Januar 2026 (JPD) – Die Zukunft der Fluhr Displays GmbH & Co. KG ist gesichert: Zum 1. Januar 2026 hat ein Unternehmen der Chicken Trailer Gruppe das Traditionsunternehmen im Wege eines Asset-Deals übernommen. Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Matthias Räupke von SGP Schneider Geiwitz Restrukturierung hatte den Verkauf im Rahmen einer übertragenden Sanierung initiiert. Der Geschäftsbetrieb lief seit der Insolvenzanmeldung im September 2025 ununterbrochen weiter, wodurch Arbeitsplätze und der Standort in Fischach erhalten bleiben.
Strukturierter Investorenprozess und nahtlose Betriebsfortführung
Der Verkauf erfolgte nach einem strukturierten Investorenprozess. Bereits unmittelbar nach dem Insolvenzantrag leitete das Distressed-M&A-Team von SGP Schneider Geiwitz Corporate Finance eine umfassende Marktansprache ein. Insgesamt wurden knapp 20 potenzielle Investoren geprüft, in der Endphase verblieben drei ernsthafte Bieter. Die Familie Birle aus Schönebach überzeugte mit dem nachhaltigsten Konzept für Standort und Belegschaft.
Ein entscheidender Faktor für den Erhalt des Unternehmenswertes war die ununterbrochene Betriebsfortführung. Seit der Bestellung von Räupke als vorläufiger Insolvenzverwalter am 1. September 2025 bis zur formellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. November 2025 lief die Produktion ohne Unterbrechung. So konnten alle Kundenaufträge, insbesondere das Weihnachtsgeschäft, termingerecht abgewickelt werden. „Die Stabilität des Betriebs war Voraussetzung dafür, dass die Familie Birle nun ein voll funktionsfähiges Unternehmen übernehmen kann“, erklärte Räupke.
Synergien zwischen Agrar- und Displayproduktion
Die Käuferin ist mit Fluhr Displays historisch verbunden: Chicken Trailer war in der Vergangenheit Kunde und ließ spezifische Metallkomponenten und Drahtgitter in Fischach fertigen. Beide Unternehmen ergänzen sich technisch, da sowohl die Produktion von Warenpräsentationsdisplays als auch von mobilen Stallsystemen tiefgreifendes Know-how in der Bearbeitung von Metall, Holz und Kunststoffen erfordert. Künftig sollen die Kapazitäten in Fischach doppelt genutzt werden: Zur Fertigung von Stallsystemen und zur Revitalisierung des klassischen Displaygeschäfts unter der Marke „Fluhr Displays“.
Arbeitsplätze und Standort gesichert
Im Rahmen des Asset-Deals übernahm die Käuferin wesentliche Vermögenswerte, den Maschinenpark sowie die immateriellen Rechte und den Firmennamen. Von der zuletzt 39-köpfigen Belegschaft werden 31 Arbeitnehmer direkt übernommen. Insolvenzverwalter Räupke betonte: „Wir sichern nicht nur Arbeitsplätze, sondern erhalten auch die Marke Fluhr und den traditionsreichen Standort Fischach. Mein Dank gilt der Belegschaft, die trotz der schwierigen Situation engagiert weitergearbeitet hat.“