
Wiesbaden, 9. Januar 2026 (JPD) – Die deutschen Exporte haben im November 2025 an Dynamik verloren, während die Einfuhren weiter zugelegt haben. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sanken die kalender- und saisonbereinigten Warenausfuhren gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent auf 128,1 Milliarden Euro. Die Importe stiegen im gleichen Zeitraum um 0,8 Prozent auf 115,1 Milliarden Euro, was den Außenhandelsüberschuss deutlich verringerte.
Im Vergleich zum November 2024 gingen die Exporte um 0,8 Prozent zurück, während die Einfuhren um 5,4 Prozent zunahmen. Der kalender- und saisonbereinigte Außenhandelssaldo belief sich im November 2025 auf 13,1 Milliarden Euro, nach 17,2 Milliarden Euro im Oktober. Ein Jahr zuvor hatte der Überschuss noch 20,0 Milliarden Euro betragen.
Rückgang im EU-Handel, Importe aus Drittstaaten steigen
Der Warenhandel mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union entwickelte sich im November rückläufig. In die EU exportierte Deutschland kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 73,1 Milliarden Euro, was einem Minus von 4,2 Prozent gegenüber Oktober entspricht. Die Importe aus der EU gingen um 4,0 Prozent auf 58,7 Milliarden Euro zurück, wobei sowohl der Handel mit den Ländern der Eurozone als auch mit den übrigen EU-Staaten spürbar nachgab.
Anders stellte sich die Entwicklung im Handel mit Drittstaaten dar. Die Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union sanken gegenüber dem Vormonat nur leicht um 0,2 Prozent auf 55,1 Milliarden Euro. Die Importe aus diesen Staaten stiegen hingegen deutlich um 6,3 Prozent auf 56,3 Milliarden Euro und übertrafen damit erneut den Exportwert.
Die Vereinigten Staaten blieben im November 2025 wichtigster Absatzmarkt für deutsche Waren, auch wenn die Exporte dorthin gegenüber Oktober um 4,2 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro zurückgingen. Im Vorjahresvergleich fiel der Rückgang mit 22,9 Prozent besonders deutlich aus. Zuwächse verzeichnete hingegen der Export nach China, der im Monatsvergleich um 3,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro stieg, während die Lieferungen in das Vereinigte Königreich um 8,1 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro sanken.
Auf der Importseite blieb China der bedeutendste Lieferant. Die Einfuhren aus der Volksrepublik erhöhten sich im November gegenüber Oktober um 8,0 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro. Auch die Importe aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich nahmen spürbar zu. Der Handel mit Russland blieb hingegen auf niedrigem Niveau, wobei die Exporte weiter zurückgingen und die Importe nur geringfügig anstiegen.
In nominaler Rechnung, also ohne Kalender- und Saisonbereinigung, beliefen sich die Exporte im November 2025 auf 130,7 Milliarden Euro und die Importe auf 117,0 Milliarden Euro. Der unbereinigte Außenhandelsüberschuss lag damit bei 13,7 Milliarden Euro und damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats.