Auftragseingänge der deutschen Industrie brechen im Januar um 11,1 Prozent ein

Wiesbaden, 9. März 2026 (JPD) Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die Bestellungen saison- und kalenderbereinigt um 11,1 Prozent unter dem Wert von Dezember 2025. Im Vergleich zum Januar 2025 ergab sich kalenderbereinigt jedoch ein Anstieg um 3,7 Prozent.

Der starke Rückgang steht im Zusammenhang mit einem außergewöhnlich hohen Volumen an Großaufträgen im Dezember 2025. Ohne Berücksichtigung dieser Großaufträge lag der Auftragseingang im Januar nur um 0,4 Prozent unter dem Vormonat. Im Dreimonatsvergleich von November 2025 bis Januar 2026 stiegen die Bestellungen um 7,4 Prozent gegenüber den drei Monaten zuvor, ohne Großaufträge um 1,5 Prozent. Für Dezember wurde der Anstieg gegenüber November nach Revision auf 6,4 Prozent festgesetzt.

Rückgänge in Metallindustrie und Maschinenbau

Die Normalisierung nach dem starken Dezember zeigte sich insbesondere in der Metallindustrie. In der Herstellung von Metallerzeugnissen brachen die Neuaufträge im Januar gegenüber dem Vormonat um 39,4 Prozent ein, nachdem sie im Dezember noch um 29,7 Prozent gestiegen waren. Auch im Maschinenbau gingen die Auftragseingänge um 13,5 Prozent zurück, in der Metallerzeugung und -bearbeitung um 15,1 Prozent.

Zuwächse meldete hingegen die Automobilindustrie mit einem Plus von 10,4 Prozent. Im sonstigen Fahrzeugbau, zu dem unter anderem Flugzeuge, Schiffe und Züge zählen, stiegen die Bestellungen um 9,2 Prozent.

Bei den Gütergruppen sanken die Auftragseingänge für Investitionsgüter um 14,1 Prozent und für Vorleistungsgüter um 7,9 Prozent. Bei Konsumgütern wurde ein leichter Anstieg von 0,1 Prozent verzeichnet. Die Inlandsaufträge gingen um 16,2 Prozent zurück, während die Auslandsbestellungen insgesamt um 7,1 Prozent sanken. Dabei reduzierten sich die Aufträge aus der Eurozone um 7,3 Prozent und aus dem übrigen Ausland um 7,1 Prozent.

Umsatz der Industrie steigt zum Jahresbeginn

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe nahm im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent zu. Im Vergleich zum Januar 2025 lag er kalenderbereinigt um 1,3 Prozent höher. Für Dezember 2025 wurde der Umsatzrückgang nach Revision mit minus 0,4 Prozent gegenüber November angegeben.

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