Teisendorf/Rosenheim, 16. Februar 2026 (JPD) – Die MAFO Systemtechnik AG hat beim Amtsgericht Traunstein die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Gericht bestellte Rechtsanwalt Michael Verken von der Kanzlei Anchor zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Trotz des Verfahrens wird der Geschäftsbetrieb des Unternehmens uneingeschränkt fortgeführt, die Löhne und Gehälter der 97 Beschäftigten, darunter neun Auszubildende, sind über das Insolvenzgeld abgesichert.
Geschäftsbetrieb stabil – Investorensuche geplant
Verken betont, dass die Stabilität des laufenden Betriebs oberste Priorität habe. Das Unternehmen, spezialisiert auf Metallverarbeitung und Sondermaschinenbau, verfügt über eine hohe Fertigungstiefe, einschließlich eigener Gießerei, CNC-Fertigung, komplexer Schweißbaugruppen und Montage elektromechanischer Systeme. Die Kunden stammen aus Branchen wie Maschinenbau, Antriebstechnik, Windkraftanlagenbau und Fahrzeugindustrie. Im Jahr 2024 erzielte die AG einen Umsatz von rund 15,3 Millionen Euro.
Die wirtschaftliche Schieflage ist auf steigende Betriebskosten, eine allgemein schwache Industriekonjunktur sowie den Wegfall von Umsätzen eines früheren Hauptkunden infolge eines Sanierungsverfahrens zurückzuführen. 2025 musste das Unternehmen nach über 20 Jahren erstmals einen Verlust ausweisen. Zertifizierungen nach ISO 9001 und ISO 14001 sowie Engagement im „Umwelt- und Klimapakt Bayern“ unterstreichen weiterhin die Ausrichtung auf Qualität und Nachhaltigkeit.
In den kommenden Wochen soll ein strukturierter M&A-Prozess eingeleitet werden, um einen strategischen Investor für die MAFO Systemtechnik AG zu finden. Verken erklärte, dass ein Partner gesucht werde, der die technologische Expertise und Marktstellung des Unternehmens anerkenne und gemeinsam mit der Belegschaft eine nachhaltige Lösung entwickle.






