
Wiesbaden, 29. Januar 2026 (JPD) – An den deutschen Hauptverkehrsflughäfen sind im Jahr 2025 rund 207,2 Millionen Fluggäste gezählt worden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren damit 3,9 Prozent mehr Passagiere unterwegs als 2024. Das Rekordniveau des Jahres 2019 mit 226,7 Millionen Fluggästen wurde jedoch weiterhin deutlich verfehlt. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr lag das Passagieraufkommen noch um 8,6 Prozent niedriger.
Getragen wurde die Erholung vor allem vom internationalen Luftverkehr. Während sich der Auslandsverkehr weiter dem früheren Niveau näherte, blieb der innerdeutsche Flugverkehr strukturell geschwächt. Die Entwicklung zeigt, dass sich der Luftverkehr in Deutschland zwar stabilisiert, die Nachfrage im Inland jedoch dauerhaft geringer ausfällt als vor der Pandemie.
Inlandsverkehr bleibt deutlich hinter dem Auslandsverkehr zurück
Der internationale Flugverkehr legte 2025 gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent auf 195,3 Millionen Fluggäste zu. Dagegen stagnierte die Zahl der Passagiere auf Inlandsflügen nahezu bei 11,9 Millionen und wuchs lediglich um 0,3 Prozent. Damit setzt sich ein Trend fort, der seit dem Einbruch im Jahr 2020 zu beobachten ist: Der Auslandsverkehr erholt sich deutlich schneller als der innerdeutsche Luftverkehr.
Im Vergleich zum Jahr 2019 ist der Unterschied besonders ausgeprägt. Die Zahl der Fluggäste auf Inlandsstrecken lag 2025 noch immer um 48,4 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Der Auslandsverkehr unterschritt das Niveau von 2019 dagegen nur noch um 4,1 Prozent. Während internationale Verbindungen somit weitgehend zurückgekehrt sind, bleibt der innerdeutsche Flugverkehr langfristig auf einem deutlich niedrigeren Niveau.
Luftfracht übertrifft Vorkrisenniveau
Anders als im Passagierverkehr entwickelte sich die Luftfracht. An den deutschen Hauptverkehrsflughäfen wurden 2025 rund 4,75 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Das entsprach einem Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber 2024 mit 4,67 Millionen Tonnen. Damit übertraf das Frachtaufkommen das Vor-Corona-Niveau von 2019 mit 4,68 Millionen Tonnen um 1,4 Prozent.
Die Zahlen zeigen, dass sich der Luftverkehr in Deutschland weiterhin zweigeteilt entwickelt. Während der Passagiermarkt, insbesondere im Inland, das Rekordniveau von 2019 nicht erreicht, hat der Frachtverkehr die frühere Größenordnung bereits wieder überschritten.





