Wiesbaden, 19. Januar 2026 (JPD) – Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland haben ihren rückläufigen Trend zum Jahresende fortgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, lagen die Preise im Dezember 2025 um 2,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber November 2025 sanken die Preise um 0,2 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2025 fielen die Erzeugerpreise um 1,2 Prozent im Vergleich zu 2024.

Hauptursache für den Rückgang blieb die Entwicklung der Energiepreise. Ohne Energie gerechnet stiegen die Erzeugerpreise im Dezember 2025 dagegen um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Damit zeigt sich, dass vor allem die Entspannung auf den Energiemärkten das industrielle Preisniveau weiterhin nach unten zieht.

Energiepreise als zentraler Treiber der Entwicklung

Energie war im Dezember 2025 um 9,7 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor und um 1,2 Prozent billiger als im November. Besonders stark wirkte sich der Preisrückgang bei Erdgas in der Verteilung aus, das über alle Abnehmergruppen hinweg um 14,6 Prozent sank. Auch Strom verbilligte sich deutlich um 11,1 Prozent, während Fernwärme nur leicht günstiger war.

Mineralölerzeugnisse kosteten 6,6 Prozent weniger als im Dezember 2024. Vor allem schweres Heizöl und Rohbenzin verbilligten sich zweistellig, ebenso leichtes Heizöl und Kraftstoffe. Die sinkenden Energiepreise blieben damit der wichtigste dämpfende Faktor für die Erzeugerpreise im Inlandsabsatz.

Investitions-, Verbrauchs- und Vorleistungsgüter mit Aufwärtsdruck

Gegenläufig entwickelten sich mehrere Gütergruppen. Investitionsgüter verteuerten sich im Dezember 2025 um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Maschinen kosteten 1,7 Prozent mehr, Kraftwagen und Kraftwagenteile lagen 1,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Verbrauchsgüter waren insgesamt um 0,6 Prozent teurer als im Dezember 2024, auch wenn die Nahrungsmittelpreise leicht sanken. Besonders stark verbilligten sich Butter, Schweinefleisch und Zucker, während Rindfleisch und Kaffee deutlich teurer wurden. Gebrauchsgüter legten gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent zu.

Bei den Vorleistungsgütern stiegen die Preise um 0,3 Prozent. Preistreiber waren vor allem Metalle, insbesondere Edelmetalle sowie Kupfer. Auch Holz sowie Holz- und Korkwaren verteuerten sich spürbar. Dämpfend wirkten dagegen niedrigere Preise für chemische Grundstoffe, Papiererzeugnisse sowie Futtermittel und Getreidemehl.

Jahresdurchschnitt 2025: Energiepreise bestimmen das Bild

Im Gesamtjahr 2025 lagen die Erzeugerpreise um 1,2 Prozent unter dem Niveau von 2024. Ausschlaggebend war der Rückgang der Energiepreise um durchschnittlich 6,2 Prozent. Erdgas, Strom und Mineralölerzeugnisse verbilligten sich im Jahresvergleich deutlich.

Ohne Energie gerechnet stiegen die Erzeugerpreise im Jahr 2025 hingegen um 1,2 Prozent. Investitionsgüter verteuerten sich um 1,9 Prozent, Gebrauchsgüter um 1,5 Prozent und Verbrauchsgüter um 2,7 Prozent. Nahrungsmittel kosteten im Jahresdurchschnitt 3,1 Prozent mehr, mit besonders starken Preisanstiegen bei Rindfleisch und Kaffee, während Zucker und Schweinefleisch deutlich günstiger wurden.

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