Wiesbaden, 15. Januar 2026 (JPD) – Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel haben im Dezember 2025 erneut über dem Vorjahresniveau gelegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die Großhandelsverkaufspreise um 1,2 Prozent höher als im Dezember 2024. Gegenüber dem Vormonat November sanken die Preise hingegen leicht um 0,2 Prozent.

Damit verlangsamte sich der Preisauftrieb im Vorjahresvergleich zuletzt. Im November hatte die Jahresveränderungsrate noch bei 1,5 Prozent gelegen, im Oktober bei 1,1 Prozent. Der Rückgang zum Monatsende deutet auf eine weiterhin uneinheitliche Preisentwicklung im Großhandel hin.

Metallpreise und Lebensmittel treiben Großhandelsindex

Maßgeblich für den Anstieg der Großhandelspreise gegenüber dem Vorjahr waren im Dezember vor allem höhere Preise für Nicht-Eisen-Erze, Nicht-Eisen-Metalle sowie Halbzeug daraus. Diese Warengruppe verteuerte sich im Jahresvergleich um durchschnittlich 34,6 Prozent und legte auch gegenüber dem Vormonat deutlich zu. Ebenfalls preistreibend wirkte der Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren, dessen Preise 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen.

Innerhalb dieser Gruppe verteuerten sich insbesondere Zucker, Süßwaren und Backwaren sowie Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze spürbar. Auch Fleisch und Fleischwaren kosteten auf Großhandelsebene mehr als ein Jahr zuvor. Dämpfend wirkten hingegen niedrigere Preise unter anderem für Getreide, Futtermittel sowie für Milch, Milcherzeugnisse, Eier und Nahrungsfette. Rückläufig waren zudem die Preise für Mineralölerzeugnisse, sowohl im Jahres- als auch im Monatsvergleich.

Jahresdurchschnitt 2025: Leichter Preisanstieg im Großhandel

Im Jahresdurchschnitt 2025 erhöhten sich die Großhandelsverkaufspreise gegenüber 2024 um 1,0 Prozent. Im Vorjahr hatte der Index noch unter dem jeweiligen Vorjahresniveau gelegen. Destatis führt den Anstieg im Jahresmittel vor allem auf deutlich höhere Preise für Nahrungs- und Genussmittel sowie auf kräftige Verteuerungen bei Nicht-Eisen-Metallen zurück.

Preisrückgänge verzeichnete der Großhandel im Jahresdurchschnitt 2025 dagegen unter anderem bei Datenverarbeitungsgeräten, Altmaterialien sowie bei Eisen- und Stahlerzeugnissen. Auch Mineralölerzeugnisse lagen im Mittel unter dem Preisniveau des Jahres 2024.

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