Wiesbaden, 14. Januar 2026 (JPD) – In Deutschland sind im Jahr 2025 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 1,0 Millionen Menschen gestorben. Damit blieb die Zahl der Sterbefälle gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert und ging leicht um 0,5 Prozent zurück. Insgesamt wurden 1.003.130 Todesfälle registriert, rund 4.600 weniger als 2024.

Damit setzt sich nach den pandemiebedingt hohen Sterbefallzahlen der Jahre 2020 bis 2022 eine Phase der Stabilisierung fort. Trotz des demografischen Alterungseffekts, der seit Jahren tendenziell steigende Sterbezahlen erwarten lässt, erreichte das Jahr 2025 in etwa das Niveau des Vorjahres. Nach Einschätzung von Destatis deutet dies darauf hin, dass die Lebenserwartung weiter gestiegen ist.

Grippewelle prägt Jahresbeginn, Jahresende deutlich unter Vergleichswerten

Auffällig war im Jahr 2025 vor allem der Verlauf innerhalb der einzelnen Monate. Zu Beginn des Jahres lagen die Sterbefallzahlen zunächst im Bereich des Durchschnitts der Jahre 2021 bis 2024, stiegen jedoch ab Ende Januar deutlich an. Im Februar lagen sie insgesamt rund zehn Prozent über dem Vergleichswert der vier Vorjahre, im März noch etwa sechs Prozent darüber. Zeitgleich verzeichneten die Gesundheitsbehörden eine vergleichsweise starke Grippe- und Atemwegserkrankungswelle, die Anfang April als beendet galt.

Im weiteren Jahresverlauf sanken die Sterbefallzahlen überwiegend unter die Vergleichswerte oder bewegten sich in deren Nähe. Lediglich eine kurze Hitzephase Anfang Juli ging mit einem vorübergehenden Anstieg einher. Besonders deutlich fiel der Rückgang zum Jahresende aus: Nach der aktuellen Hochrechnung lagen die Sterbefallzahlen im Dezember 2025 rund 13 Prozent unter dem mittleren Wert der vier Vorjahre.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist dieser Befund auch vor dem Hintergrund der außergewöhnlich hohen Sterbefallzahlen in den Pandemie­jahren 2021 und 2022 zu sehen, die in den Vergleichszeitraum einfließen. Niedrigere Abweichungen im Jahr 2025 bedeuten daher nicht zwingend eine außergewöhnlich geringe Sterblichkeit. Vielmehr bestätigt sich, dass sich das saisonale Muster der Sterbefälle zunehmend wieder an den Verlauf der Jahre vor der Corona-Pandemie annähert, in denen starke Ausschläge zum Jahresende die Regel waren.

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